Pfeifenfreun.de

... nur echt mit dem Punkt!

Ruhe im Karton!
     ... oder wie man dem Sauger den Krach abgewöhnt.

Wer sich etwas ernsthafter mit dem Pfeifenmachen befaßt, wird früher oder später zu der Erkenntnis kommen, daß der dabei entstehende Staub eine ziemliche Zumutung ist. Besonders, wenn man mit Maschinen, wie diesen arbeitet.

Band- und Tellerschleifer

Eine ausgewachsene Absaugung zu kaufen, ist reichlich teuer. Dabei machen die typischen Geräte aus dem Baumarkt auch noch einen Heidenlärm und lassen zu allem Überfluß den Feinstaub durch.
Als Heimwerkerlösung bieten sich die kleinen Sauger an, die jeder Baumarkt alle paar Wochen für 30 - 40 € im Angebot hat. Hier bleibt der Staub drin, aber Krach machen die kleinen erst recht. Nachdem ich eine zeitlang mit Ohrstöpseln gearbeitet habe, habe ich beschlossen, daß sich hieran etwas ändern muß.
Nachdem ich schon einige Pläne gemacht hatte, habe ich im Internet gesucht und auf dieser Seite genau das gefunden, was mir vorgeschwebt hat.

Blick ins Innere Klappe zu

Man baue einfach eine Kiste um den Krachmacher!
Dazu braucht man ca. 20 mm dickes Sperrholz oder MDF-Platten aus dem Baumarkt. Alte Schranktüren und ähnliches (z.B. vom Sperrmüll) lassen sich auch gut verarbeiten. Vor dem Zuschnitt muß man den Raumbedarf (Breite, Tiefe, Höhe) des Saugers ermitteln. Zu diesem Maß muß man noch ein paar Zentimeter "Luft" zugeben, damit das Gerät in der Kiste noch bewegt werden kann und natürlich auch, damit es nicht überhitzt. Außerdem kommt ja am Schluß noch eine Schalldämmung auf die Innenseiten, die auch ein wenig Platz braucht.
Für zwei der Seitenteile sowie Deckel und Boden müssen noch Zugaben entsprechend der Materialdicke addiert werden, sonst kann man die Angelegenheit nicht zusammenbauen. Am besten vorher eine Skizze anfertigen! Bei der Gelegenheit kann man auch entscheiden, ob man lieber eine seitliche Tür oder einen Klappdeckel bevorzugt.

Vor dem endgültigen Zusammenbau muß in eines der Seitenteile noch ein Loch für den Schlauch. Am besten zeichnet man sich das an, indem man den Sauger in die vorläufig fixierte Kiste stellt (Schalldämmung auf dem Boden nicht vergessen, sonst stimmt die Höhe nicht!) und die Lage anzeichnet. Das Loch sägt man entweder per Lochsäge (möglichst verstellbarer) oder mit der Stichsäge.
An eine Stelle der Kiste muß natürlich noch eine Abluftöffnung. Um die Abluft wegzuleiten, macht es sich gut, in dieses Loch einen Winkel aus Abwasserrohr, z.B. 50 mm, zu stecken.

Jetzt kann man die Kiste montieren, dazu reichen einfache Spanplattenschrauben. Die Fugen kann man mit Holzleim oder auch Silikon bestreichen, um eine dichte Verbindung zu erhalten.
Die Tür bzw. den Deckel befestigt man mit einfachen Scharnieren aus dem Baumarkt. Für das Zuhalten kann man die typischen Kistenverschlüsse (Schnapper) nehmen. Praktisch sind auch Rollen, die man unter die Kiste schraubt.
Jetzt fehlt nur noch die Schalldämmung. Audiophile Ohrenmenschen können Matten aus dem Lautsprecherbau verwenden, alter Teppich tut es aber auch. Entweder antackern oder mit Doppelklebeband fixieren.

Fertig! Es fehlt nur noch eine Durchführung für das Anschlußkabel. Dazu schneidet man einfach eine passende Kerbe zwischen Tür und Wand oder in die Durchführung für den Absaugschlauch. Man kann aber auch ganz pragmatisch den Stecker durch das Abluftloch fädeln.
Ein kleines Problem gibt es jetzt aber. Der Schalter ist samt Sauger in der Kiste!
Dem begegnet man einfach mit einem Schnurschalter oder noch besser einer Steckdose, die man von den Schleifgeräten aus schalten kann.
Nach längerem Betrieb sollte man die Kiste öffnen, damit der Sauger besser abkühlen kann, sonst entsteht schnell ein Hitzestau, der sich sicher ungünstig auf die Lebensdauer auswirken kann.

Tür zu, und endlich ist Ruhe!

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